20.-23. Juni 2010,
Studienreise, Darmstadt
20. Juni 2010
Und schon wieder früh aufstehen – dieses Mal jedoch etwas später als vor zwei Wochen. In der vergangenen Woche erhielt ich auch die Nachricht, dass Weimar abgelehnt wurde. Und dann gestaltete ich währen der WM Spiele meine neue Mappe extra für Darmstadt. Es hieß also wieder Zugfahren – was an sich super war, nur diese Fulda-Tal-Tunnel-Fahrten sind echt unschön. Na ja. Angekommen am Bahnhof in Darmstadt – der mich etwas enttäuschte – suchte ich dann also mal wieder diese verflixten Bahnsteige der öffentlichen Verkehrsmittel. Nach hin und her fand ich sie dann (im übrigen suchte ich in einem kleinen Bahnhofsladen nach farbigen Papier, was ich natürlich zuhause vergessen hatte *grr*).
Es war echt heiß. Ich fuhr dann also mit einem Bus zur Haltestelle Luisenplatz und ging dann zu Fuß mit dem Koffer bis zur Haltestelle “Schloß” und ich fand aber keine Buslinie, die ich brauchte – allerdings wusste ich auch nicht mehr so Recht, wie die Haltestelle hieß. Demnach ging ich den gesamten Weg von der Haltestelle bergauf bis hin zur Jugendherberge – und ihr könnt euch definitiv nicht vorstellen, wie anstrengend, heiß und beschissen dieser Weg war. Irgendwann kam ein kleiner Park, an dem ich entlang stampfte und dann die Jugendherberge sah. Endlich angekommen. Das kostet mich auch gefühlte 4 Liter Wasser.
Ich checkte also ein, in diesen extrem hochmodernem Gebäude und fand die höheren Preise im Vergleich zu Wiesbaden nun mittlerweile doch eher sehr angemessen. Mein Gott, diese Schlüssek waren der hammer – die funktionierten über einen Sensor und der Schlüssel ähnelte eher einem Stift von einem Touchpad. Das Zimmer an sich, war sehr geil und gemütlich und sogar schon das Bett war bezogen. Das Badezimmer war genau so ein Knaller: ein Traum … zumindest zum ganzen Rauminhaltsverhältnis. Die Dusche war zwar etwas komisch – die Decke von dem ganzen Bad war niedriger als vom restlichen Zimmer – und der Duschkopf hatte zu wenig Löcher, deshalb entstand in der Wasserleitung immer ein Mordsdruck. Ansonsten war ich eigentlich rundum glücklich. Einziger Schwachpunkt wie sich im Laufe der Zeit herausstellte, war, dass ich zur Straßen Seite schlief und diese Verkehrsbelastung war echt nervtötend. Ich las noch eine Weile (mit Nachtwandlicht am bett und darüber eine Ablage – wie geil!) und schlief dann Seelenruhig ein.
21. Juni 2010
Um 7 Uhr klingelte mein Wecker – also eigentlich sollte er um 7 klingeln. Aber jemand zog es vor mir um Punkt 6:03 Uhr eine SMS zu schreiben, mit dem Inhalt, dass man nur 2 Stunden schlaf hatte und dass ich doch bitte bei Einleitung und Schluss bei der Thesis helfen solle. Also das ich schon am frühen Morgen eine SMS von Lui bekommen würde, erschrak mich eigentlich XD Ich muss allerdings auch gestehen, dass ich ganze Nacht nur so im Halbschlaf war … also alle 2-3 Stunden wachwerden und sowas.
Nach dem Duschen gings dann zum Frühstück. Mir Blick auf den “Woog”, einem See. Im Vergleich zu Wiesbaden war hier die Cafeteria etwas merkwürdig von der Anordnung, aber nach langem suchen, fand ich alles.
Danach packte ich die Sachen zusammen und ging gegen 8:20 Uhr los – auf der Suche nach der Uni (die ich natürlich nicht vorher aufgesucht hatte). War aber erfreut darüber, dass ich die gleich direkt gefunden hatte. War natürlich mal wieder Menschenandrang. Aber ich hatte mir einen Platz an einem Tisch in der Lobby genommen. Als es dann nachher los ging erkannt ich auch einige Leute aus Wiesbaden wieder und andersrum erkannten mich auch welche wieder – zum Beispiel die beiden mit denen ich den Tisch geteilt hatte
Es folgte eine kurze Begrüßung und dann die Aufgaben. Zunächst einen Fragebogen und dann die Aufgaben. Alles natürlich mit Zeitlimit. Oben das Bild zeigt die erste Aufgabe, nach dem Fragebogen xD
Gegen halb 1 war der ganze Testtag vorbei und ich freute mich schon auf die Fahrt nach Frankfurt und das Treffen mit Lui
Ich hatte natürlich den RE verpasst und musste dann mit einer S-Bahn nach FFM fahren, demnach bombardierten und Lui und ich mich mit teilweise sinnlosen SMS’ – zum Beispiel, dass man vor Hunger fast sterben würde und alles. Auf der Fahrt nach FFM überlegte ich bzw stellte mir vor, wie klein Lui nochmal war … das letzte Treffen in Braunschweig lag ja nun etwas zurück. Am Bhf angekommen, stand sie ganz vorne am Zug, während ich ganz hinten ausstieg. Mein erster Kommentar “ich hatte voll vergessen, wie klein du eigentlich bist” und dann setzte es einen Boxschlag in meine Schulter (und ja man glaubt es nicht, aber das kleine Mädel hat Kraft in den Armen).
Dann fing auch schon das erste Problem an, sie hatte Hunger. Das zweite Problem war gewesen, dass ich ein Ticket lösen musste für die Rückfahrt. Und ich weiß nicht warum, aber ich hatte natürlich Lui gefragt – die absolut keine Ahnung hatte (bitte reg dich nicht über diese Stelle auf, ich versuch schon möglichst positiv zu schreiben
). Irgendwann hatten wirs dann geschafft und kamen bis zur Hauptwache und streiften durch die Innenstadt, bis hinunter zum Main. Wir setzten uns ins Gras und fotografierten, filmten und laberten gequirrlte Scheiße, wie immer.
Irgendwann heulte Luis Magen allerdings vor Leere und so suchten wir uns den Weg zurück zur Einkaufsstraße, wo wir an zwei Mäcces verzweifelten und uns natürlich den wärmsten aussuchten. Wir sind dann noch durch die Stadt, während Portugal gerade gewann und das portugiesische Autokorso durch die Stadt zog. Auch die RTL Bühne war an dem Tag da. Wir gingen zurück zum Bhf und dann mussten wir uns auch schon leider wieder verabschieden.
Als Lui dann in ihrem Zug saß, ging ich zu meinem Gleis, wo kurze Zeit später auch mein Zug kam und dann fuhr ich zurück nach Darmstadt. In der Zeit wurde mir klar: hier willst du bleiben. Also Hessen motierte immer mehr zu meinem Favoriten. Ich telefonierte noch mit meiner Mum, las ein Buch, duschte mal wieder und dann in den Schlaf gelesen.
22. Juni 2010
Ich musste um Punkt 9 Uhr an einem anderen Uni Gebäude sein um dort meine Mappe zu präsentieren. Ich dachte “gut ist eh nur 5 Minuten entfernt, also las dir Zeit”. Dann war es irgendwann 8:40 Uhr, als ich losstampfte und widererwartend in die falsche Richtung lief. Anstatt geradeaus weiter zu gehen, bog ich links ab und lief 10 Minuten umsonst, da der Weg geradeaus in 30 Sekunden zu Uni geführt hätte. Dann saßen wir da mit unseren Mappen und warteten auf den Aufruf. Dann war es auch direkt soweit und wir durften zu 5. in den Gruppen nach oben. Jeder bekam einen Tisch, wo man seine Sachen auslegen konnte. Die hinter mir, die ich auch aus Wiesbaden kannte, die hatte echt beeindruckende Photos gehabt. Ich hatte dann jedem der Bewerter die gleiche Geschichte erzhält, halt das ich anfang der Woche erst mein Mappenthema geändert hatte, weshalb die Mappe so spärlich war. Die eine Dozentin war allerdings sehr angetan von die Photos.
Leider weiß ich heute, dass es nicht gereicht hatte. Wir wurden also nochmal rausgeschickt in der Beratungszeit. Ich sprach dann mit den andern 4, wo mal wieder gesagt wurde, dass sie meinen Dialekt so sympathisch fänden. Dann durften wir unsere Mappen wieder mitnehmen und es ging zurück in die Herberge.
Ich las noch eine Weile Buch und begab mich dann auf Entdeckungstour durch Darmstadts-Marktstraße. Es war zwar warm, aber echt interessant.
Und auch hier war es sehr grün. Wobei ich sagen muss, dass ich am Anfang Darmstadt eher mit Industrie in Verbindung gesetzt hatte. Diese graue Welt blieb mir dann doch zum Glück erspart. Ich holte mir Aldi was zu essen zum Mittag und begab mich zurück zur Herberge, aß, las und schlief 2 Stunden. Und dann las ich wieder und stampfte noch mal los – auf der Suche nach einem Lidl, weil ich ein Bindegerät anschauen wollte. Ich hatte zwar viel von Darmstadt gesehen, aber kein Lidl. Besonders beeindruckend, war die Fahrt in der Straßenbahn Linie 3. Die ging duch eine alte Fachwerkhaus-Straße und war nur einspurig. Man fühlte sich fast wie in alte Zeiten zurückversetzt.
Irgendwann fuhr ich dann mit einem Bus zurück zum Hauptbahnhof und von dort zum Schloß, und zurück zur Herberge. Ich las, aß, las duschte und schlief dann irgendwann ein.
23. Juni 2010
Ich war völlig übermüdet – der Krach des Verkehrs belastete so massiv meine Gehörgänge. Aber ich konnte die Fenster auch nicht schließen ohne zu ersticken oder dahin zu schmelzen. Als ich frühs aufstand, überlegte ich, wie ich den Tag nun zuende bringen sollte. Ich räumte meine Tasche zusammen, schlenderte langsam zu Frühstück, genoss den Blick aus den riesigen Fenstern und begab mich gegen 9 Uhr zum auschecken. An der Bushaltestation wartete ich dann auf den Bus, der mich zum Bahnhof führen sollte. Ein letztes Mal genoss ich die Fahrt durch Darmstadt, bis ich dann mit der Straßenbahn (stieg an der Haltestation “Schloß” um) am Bahnhof ankam. Noch knapp 3 Stunden hatte ich, um von Frankfurt/Main nach Hause zu fahren. Der Bahnhof Darmstadt ist jetzt nicht unbedingt von Schönheit gezeichnet worauf hin ich mit entschlossen hatte mit dem RegioExpress nach Frankfurt/M. zu fahren. Dort angekommen, telefonierte ich noch einmal mit meiner Familie. Ich hatte noch Ewigkeiten Zeit. Und da bot es sich an, dass am Bahnhof eine Buchhandlung war. Ich hatte zu dem Zeitpunkt nur noch wenige Seite von “Untamed” (4. Teil auf Englisch von der House of Night Reihe) übrig. Irgendwie hoffte ich, dass das Unmögliche eintreten würde und die Band 5 auf Englisch da haben würden. Nach einiger Zeit kam ich am englischsprachigen Bücherregal vorbei und da lagen Band 1 und 2 auf Englisch, sowie Band 7. Ich wunderte mich warum 5 und 6 nicht dort waren. Was würde es mir auch bringen Band 7 zu kaufen und die andern Bände nicht gelesen zu haben. Enttäuscht verließ ich also das Geschäft und schlenderte mit meinem Koffer im Schlepptau den Bahnhof in die andere Richtung runter und entdeckte von der gleichen Firma einen zweiten Standort. Dieser Laden war größer und ich steuerte sofort das Bücherregal an et voilá! Band 1 bis 6 auf Englisch! Ich also direkt Band 5 (“Hunted”) und und 6 (“Tempted”) geschnappt und gekauft. Dann wieder zurück und mir im andern Laden Band 7 (“Burned”) gekauft. Ich war so unendlich glücklich endlich doch noch Lesestoff für die lange Wartezeit und Zugfahrt zu haben.
Nun hatte ich noch so unendlich viel Zeit, dass ich ins Mäcces ging und Mittag aß (so gegen halb 11). Anschließend begab ich mich auf mein Gleis und wartete in meinem Abschnitt und las Band 4 weiter. In der Zeit half ich noch 2 jungen Frauen in einen Kinderwagen-unfreundlichen Zug einsteigen zu können. Umd 13:13 Uhr war es dann soweit und der ICE kam. Bis Wolfsburg führte mich dir Fahrt. Zunächst erst Mal eine Qual meine reservierten Sitzplatz zu finden. Und als ich dann saß, musste ich feststellen, das der Sitz eine scheiß Sitzposition hatte … ich lag eher darin. Ich las also Band 4 zuende, begann Band 5 und schlief zwischendurch. In Wolfsburg (nach 3 Stunden Zugfahrt) musste ich dann Umsteigen. 1 Stunde auf den Zug warten, in der Zeit las ich weiter und futterte etwas von meinem Proviant. Und es war schön mollig heiß. Ich weiß nicht mehr viel davon, wann und wie ich ankam. Nur noch, dass ich schlafend ins Bett fiel, irgendwann und alle meine Gedanken, Eindrücke und Erlebnisse in Träumen verarbeitet hatte.









