8.-12. Juni 2010,
Studienreise, Wiesbaden
08. Juni 2010
Alles fing mit dem Wecker an. Also eigentlich mit der Tatsache, dass ich kurzfristige 40 Ausdrucke tätigen musste. Bin irgendwann gegen 2 Uhr schlafen gegangen und um 5 Uhr aufgestanden (ungewöhnlicherweise war ich putzmunter). Um 7:05 Uhr fuhr mein Zug los – die Reise ins Ungewisse. Wie würde es in Wiesbaden sein? Würde ich Mitbewohnerinnen haben und mit denen nicht klarkommen? Fragen über Fragen und Angst noch dazu. Ich saß nun also im Zug und war teils müde und teils wach. Wie oft war ich umgestiegen? 6 oder 7 Mal? Es war eine aufregende Fahrt. Von Hannover gings nach Fulda … eine Qual für die Ohren, wenn ihr mich fragt. Diese ganzen Tunnel zwischen Kassel-Wilhelmshöhe und Fulda sind die Hölle. Dauerohrenschmerzen -.-
Und irgendwie kam ich dann heile in Fulda an. Und da wartete die Nervenfahrt nach Frankfurt/Main. Ich hab für gewöhnlich nichts gegen Kinder – aber gegen antiautoritäre umso mehr. Warum kriegen die Eltern diese Plagen nicht gezähmt. Und als die dann das Fenster entdeckt haben – während der Fahrt – musst mal alles rausschmeißen, was man an Müll hatte und sich weit rauslehnen – können die die Aufkleber nicht lesen? Und was machen die beiden Erzieher/Aufpasse? Schlafen oder was weiß ich. Himmel, war das schrecklich.
Und als ich in FFM ankam – geflasht vom Bahnhof (ja ich hab einen Bahnhof und Bahnfahr fetish
), der zwar nicht am Berliner rankommt, aber trotzdem ziemlich beeindruckend ist – bin ich direkt nach unten zu den S-Bahnen. Und auf gings nach Wiesbaden. Das Wetter brannte.
Schon mal allein der Bahnhof eine einzige Attraktion (erinnert an FFM und Leipzig). Und dann bin ich wie bekloppt auf der Suche nach Buslinie 14 gewesen … und hab sie nach gefühlten 5 Stunden gefunden. Überfüllter Bus auch noch. Und das bei dem Wetter, mit dem Gepäck und meiner Platzangst. Heilige Scheiße.
Und ich immer so “hoffentlich verfahr ich mich nicht” gedacht. Und irgendwann machte der Busfahrer eine Durchsage bezüglich irgendeiner Demo am Nachmittag in der Innenstadt, aber Dank iPod im Ohr und der Hitze im Bus hab ich das kaum mitbekommen. Und die drei nervenden Teenies stiegen aus und ich dachte wir müssen alle aussteigen also stieg ich mit aus. ich weiß gar nicht mehr wo. Ich glaub Bismarckring oder Platz der Jugend. Auf jeden Fall bin ich irgendwann einfach nur gegangen und gegangen und gegangen und nicht zu vergessen ich hab sämtliches Wässer meiner Umgebung gespendet.
Und irgendwann bin ich nach hin und her und wieder zurück in einen neuen Bus gestiegen und bis zur Gneisenauerstraße gefahren. Nach dem ich gegen 13:30 Uhr am Wi Bhf ankam ist so viel Zeit vergangen, das es fast schon 15 Uhr war, als ich mit Mühe und Not und triefenden Klamotten die Herberge erreicht hatte. Draußen war grad ein Mädel am telefonieren, die mich im ersten Moment an ne Freundin von mir erinnerte.
Ich also rein und wollte einchecken. Vor mir war noch eine andere. Dann kam das Mädel von draußen wieder rein und ich so “du warst vor mir da oder?” und sie “joah, aber wenn du keine halbe Stunde brauchst, ist das schon okay”. Hab ich dann eingecheckt und alles und bin mit der 2. Bettwäsche (die erste hatte nen Kaffeefleck) ins Nebengebäude und ins Zimmer. Alles leer und ruhig und der Wind wehte ruhig herein.
Ich war grad dabei die Sachen auszupacken, als das Mädel, das nach mir eincheckte das Zimmer betrat. So schnell wie sie hereinstürmte, verschwand sie auch wieder. Ich dachte nur “nein ich will nicht”.
Als ich bemerkte, dass sie für ne Weile wegbleiben würde, beschloss ich erst mal Frische zu duschen. Das war echt unerträglich (so viel wie ich in den Tagen in Wiesbaden pro Tag geduscht hab, war echt wahnsinn). Und dann hatte ich weiter ausgepackt. Ja bis die Tür sich wieder öffnete und ein weiteres Mädel eintrat und ich sah den Beutel mit dem Zeichenblock und schlussfolgerte, dass sie auch zum Eignungstest kommen würde. Ich sie also direkt drauf angesprochen.
Ja und dann haben wir gequatscht. Sehr viel – und wer mich kennt, weiß, ich schreib virtuell sehr viel und schweig im realen Leben – nach nochmaligem Nachfragen realisierte ich, dass ihr Name “Ellis” war. Und dann kam das andere Mädel, sie stellte sich als “Jessy” vor, wieder zurück. Und wir stellten sehr schnell fest, dass wir drei ein echt gutes Gespann sind. Kurz darauf beschlossen wir am Abend noch eine Runde durch die Stadt zu ziehen. Jessy oder Dilli erzählte dann auch, dass sie zwecks Wohnungsgesuch hier in Wiesbaden war. Wir aßen im Mäcces und schauten uns Jessy’s zukünftigen Arbeitsplatz von außen an.
Und der Tag endete dann mit Weg zurück zur Herberge. Auf dem Weg hatte ich noch ein Späßchen und meinte “es wäre lustig, wenn jetzt eine auf dem Bett säße” und wir lachte. Als wir an unserem Zimmer ankamen war kein Mädchen. Es waren 2 Mädchen die da geschlafen hatten. Und es war schon etwas peninlich, dass wir das Zimmer wie ein Tretminenfeld verlassen hatten.
Ohne Licht anzuschalten machten wir uns Bettfertig (duschen, umziehen etc) und schlichen in unsere Furzmolle (Betten) und schliefen um dreiviertel 12 (23:45 Uhr) seelenruhig ein, nichtsahnend, was der folgende Tag bringen würde.





















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